Eternal Sunshine of the Spotless Mind (Vergiss mein nicht!, 2004)

Ein Film über die Liebe wie sie nur selten dargestellt wird.

Handlung

Eines morgens erwacht Joel aus dem Schlaf. Er sieht sehr zerknittert aus und quält sich aus dem Bett auf den Weg zur Arbeit. Doch da überkommt ihn ganz seltsamer Impuls: Er flüchtet urplötzlich vom Bahnhof und fährt für einen Tag ans Meer. Er sagt es selbst: „Ich bin eigentlich nicht depressiv“. Doch genau so wirkt er. Außerdem wundert er sich, wer aus seinem Notiz-Tagebuch Seiten rausgerissen hat. Er kann sich nicht erinnern. Auf der Fahrt zurück begegnet er einer Frau – Clementine. Sie wechselt ständig ihre Haarfarbe und macht verglichen mit ihm einen lebhaften, quirligen Eindruck. Eine Begegnung zweier ungleicher Menschen. „Zufällig“ wohnen sie in derselben Stadt. Noch in derselben Nacht besuchen sie einen zugefrorenen See. Es scheint sich eine Romanze zu entwickeln. Schnitt. Zukunft? Clementine und Joel sind getrennt. Er ist völlig am verzweifeln. Als er ihr ein Versöhnungsgeschenk machen möchte erkennt sie ihn nicht mehr und hat noch dazu einen neuen Liebhaber. Wie Joel herausfindet hat sich Clementine durch ein neues Verfahren der Firma „Lacuna Inc.“ ihre gesamten Erinnerungen an ihn auslöschen lassen. Er kann es nicht ertragen und zieht nach. Während er sich seine Erinnerungen an sie löschen lässt fällt ihm auf, dass er dies eigentlich garnicht möchte. Eine Verfolgungsjagd durch Joes Erinnerngen beginnt, die viel davon zeigen, wie die Beziehung wohl abgelaufen sein muss.

Kritik

Gestalterisch, wie inhaltlich präsentiert sich The Eternal Sunshine of the Spotless Mind nicht wie andere Filme der Kategorie Liebesdrama. Der Film ist über große Strecken ein surrealer, albtraumhafter Spießrutenlauf durch die Gehirnwindungen des Protagonisten, eines um die letzten Erinnerungen kämpfenden Menschen. Gerade hat man vielleicht noch ein innerliches Schmunzeln verspürt, wird es schon in der nächsten Sekunde durch Verzweiflung abgetötet. Gehört es nicht zum Leben dazu sich an seine alten Liebschaften zu erinnern? Ist es vielleicht nicht sogar sinnvoll und wünschenswert? Der Film vermittelt einem gut diese bittere süße des Liebeskummers. Gute und schlechte Erinnerungen kämpfen um die Oberhand. Obwohl streckenweise eine Beziehung präsentiert wird, die zu funktionieren scheint und in der sich beide wohl fühlen, wirft der Film schon immer seine Schatten voraus. Die beiden passen eigentlich nicht zusammen. Er schämt sich z.B. für ihre ungebildete Art. Das Ende ist ein komischer Zwitter – ein Semi Happy End. Die Botschaft die dabei vermittelt werden soll ist in der Theorie optimistischer Natur: „Ich kann XYZ an Dir nicht ausstehen, aber liebe dich trotzdem, ja vielleicht sogar gerade deswegen“. Dies klappt bei den Problemen, welche die beiden haben eventuell aber auch nur im Film. Darüber hinaus würde ohne das Konstrukt Schicksal der Film keinen Sinn ergeben. Die beiden treffen und verlieben sich auch ein zweites Mal, ohne das sie einander noch kennen. Sie sind einfach füreinander bestimmt. Ein weiterer Jim Carry Film ohne albernen Klamauk – stattdessen Tiefgang. Wer Kate Winslet in Titanic gehasst hat, wird sie hier lieben. Der deutsche Titel ist ein Paradebeispiel dafür wie man die Lust auf einen Film von vorneherein auf Null hält. Vergiss mein nicht! klingt wohl eher nach seichter Unterhaltung. Auch der Trailer lässt einen viel beschwingteren Film vermuten.

Fazit

Originell inszeniertes Liebesdrama mit phantastischen und Science-Fiction Elementen. Kein 0815 Mist! Jedoch nicht zu empfehlen bei akutem Liebeskummer: Das sei hier ausdrücklich gesagt!

Bewertung:

Trailer

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