Happy New Year (2011)

Handlung

Happy New Year ist der inoffizielle Nachfolger von Valentinstag, welcher das Publikum letztes Jahr in die Kinos lockte. Wie sein „Vorgänger“, mit welchem Happy New Year zwar einige Schauspieler (es gibt nun mal eine begrenzte Anzahl an bekannten Schauspielern, die in romantischen Komödien häufig anzutreffen sind!), aber keine Charaktere oder sonstige Elemente direkt teilt, dreht sich Happy New Year um das Leben und Lieben von diversen (größtenteils jungen und gutaussehenden) New Yorkern am 31. Dezember 2011. Es werden viele parallel stattfindende Geschichten erzählt, welche höchstens lose (oder in einigen Fällen gar nicht) miteinander verbunden sind. In diesen Handlungssträngen geht es meist um Liebe, doch manchmal auch um Bedauern und vergebene Chancen. So gibt es einen einsamen sterbenden Mann in einem New Yorker Krankenhaus (gespielt von Robert De Niro), der es bloß noch bis Mitternacht schaffen will. Weitere Handlungsstränge handeln unter anderem um zwei Pärchen, die sich einen Wettbewerb auf der Entbindungsstation abliefern (Jessica Biel und Til Schweiger gehören dazu), einen Silvester-hassenden Künstler (Ashton Kutcher) und eine austrebende Sängerin (Lea Michelle aus der Erfolgsserie Glee), die in einem Fahrstuhl stundenlang stecken bleiben und ein Teenie-Mädchen (Abigail Breslin), die ihrer Mutter (Sarah Jessica Parker) zum Trotz Silvester mit ihren Freunden und ihrem Schwarm verbringen will. Dann gibt es noch einen jungen Postkurier (Zac Efron), der einer schüchternen und etwas verbitterten Angestellten (Michelle Pfeiffer) hilft ihre lang ersehnten Träume zu erfüllen, um an begehrte Silvesterparty Tickets heranzukommen. Dies hört sich bislang nach viel an, stellt aber nut einen Teil dessen dar, was in dem Film vor sich geht.

Kritik

Wie schon bei Valentinstag handelt es sich bei Happy New Year, um einen eindeutigen Versuch durch eine Ansammlung von bekannten Gesichtern und ein Feiertags-Setting Kinogänger anzulocken. Geboten wird hier hoch polierte, stylische, aber gleichzeitig auch ziemlich seelenlose Unterhaltung, die komplett nach einem Schema abläuft. Man nehme Schauspieler, die in dem Genre „romantische Komödie“ sich einen Namen gemacht haben (wie z. B. Katherine Heigl, Ashton Kutcher oder Sarah Jessica Parker), füge noch einige schauspielerische Veteranen hinzu, die wohl etwas finanziellen Zuschuss für ein neues Haus brauchten (Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Hector Elizondo) und gebe das ganze in die Hände von einem der bekanntesten Romcom Regisseure aller Zeiten, Garry Marshall (Pretty Woman, Die Braut, die sich nicht traut). Nur zu schade, dass Marshall (der mit Pretty Woman zugegebenermaßen einen beeindruckenden Vertreter des Genre abgeliefert hat) seit etwa zehn Jahren keinen soliden Film mehr gemacht hat. Dies ändert sich auch mit Happy New Year nicht.

Das größte Problem des Films ist einfach, dass das ganze fast nie nach etwas anderem aussieht, den Kinogängern deren wohlverdientes Geld mit relativ billigen Tricks aus der Tasche zu locken. Marshall bedient sich der kompleten Palette an Genre-Klischees und lässt wirklich kein einziges dabei aus. Das Bedauernswerte ist, dass einige der Geschichten an und für sich ganz gut funktionieren. Das beste Beispiel ist der Plot, in dem Zac Efrons Charakter versucht Michelle Pfeiffers persönliche Wunschliste zu erfüllen. Es ist eine charmante (wenn auch am Ende überspannt unglaubwürdige) Geschichte, die vielleicht ganz gut in einem eigenen Film funktionieren würde, nicht zuletzt, weil Pfeiffer hier wirklich solide Arbeit abliefert und nicht so aussieht, als würde sie nur ihren Scheck abholen. Dies kann man nicht für alle Beteiligten sagen. Auch die Szenen zwischen Lea Michelle und Ashton Kutcher, so generisch diese auch sein mögen, entbehren nicht einer gewissen Chemie. Die Story von Jon Bon Jovis berühmtem Sänger (wen sonst?) und der Köchin, Katherine Heigl, dessen Herz er ein Jahr zuvor gebrochen hat, ist so dermaßen uninspiriert und vorhersehbar, dass man die Augen rollt, jedes Mal, wenn diese Geschichte wieder in den Fokus rückt.

Alles in allem, ist das ganze aber irgendwie nicht wirklich gar und erhebt sich nicht über die simple Prämisse. Was übrig bleibt ist ein überfrachteter Film, in dem nicht nur nicht alle Geschichten gut sind, sondern auch die guten leider zu kurz kommen. Außerdem war in Valentinstag die Verbindung zwischen den einzelnen Charakteren schon eher lose, so ist diese hier kam vorhanden, sodass sich Happy New Year in den meisten Momenten nicht wirklich wie ein richtiger Film, sondern eher wie eine Stars-Schau sich anfühlt. Es ist kein durchweg furchtbarer Film und hat durchaus seine Momente, aber insgesamt fühlt er sich zu sehr wie eine schöne leere Hülle an. Die Essenz einer großen romantischen Komödie wird hier vermarktet, aber nicht richtig zum Einsatz gebracht.

Fazit

Happy New Year verspricht sehr viele bekannte Gesichter und schöne Silvester-Stimmung. Dies hält er ein, doch leider kommt dabei kein kohärenter oder gar sonderlich unterhaltsamer Film heraus.

Bewertung:

Trailer

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